Die Werkstatt ist das Allerheiligste des Handwerkers. Dort, wo er seine Produkte herstellt oder die Fahrzeuge repariert, lässt er selten jemanden hinein. Wie sieht so ein Blick hinter die Kulissen aus?

Beginnen wir mit der Autowerkstatt. Viele Autofahrer können sich nur schwer von ihrem Wagen trennen, wenn dieser zum Beispiel zur Inspektion muss. Hat sich das Rolltor zur Werkstatt geschlossen, fürchten sie um das Heil ihres Statussymbols. Es wird zwar nicht gern gesehen, aber man kann auf Anfrage durchaus auch dem Meister oder Gesellen bei der Inspektion über die Schulter schauen. Haftungsrechtlich müssten die Kunden dann eigentlich Arbeitskleidung und entsprechende Arbeitsschuhe tragen. Manchmal kommt es auch vor, dass der Servicemeister den Kunden in die Werkstatt bittet, um ihm den Verschleiß an Bremsen und Reifen oder auch an anderen Teilen zu zeigen. Das führt zu Transparenz und bringt Vertrauen. Dennoch kann es schon allein aus praktischen Gründen eine Art gläserene Auto Werkstatt nicht geben.

Wie sieht das Ganze in der Schreinerwerkstatt aus. Hier riecht es im wahrsten Sinne des Wortes nach Holz und Leim. Die Schreiner haben eigentlich nichts gegen einen Werkstattbesuch. Doch sollte man in keinem Fall etwas anfassen und sich nur in Begleitung eines Mitarbeiters oder des Meisters dort bewegen. Denn der Maschinenpark in der Schreinerwerkstatt ist für den Laien durchaus gefährlich. Wie leicht fassen neugierige Besucher einmal in eine laufende Kreissäge oder eine Hobelanlage. Da kann sehr viel passieren.

Interessant ist auch ein Blick in die Werkstatt des Zimmerers. Hier finden sich dann nicht nur handwerkliche Maschinen. Viele Besucher sind überrascht, dass der Zimmerer auch mit dem Computer zu Werke geht und zwar nicht nur im Büro. CNC-gesteuerte Abbundanlagen nehmen die Maße der Zeichnungen auf und schneiden das Holz Millimeter genau zu.